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Stadtliga Ergebnisse
(link)
Andere Spiele und
Spielberichte:
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15.12.05 |
Die Röhre |
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98elf |
0 |
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2 |
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10.11.05 |
98elf |
: |
Die Röhre |
2 |
: |
1 |
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25.08.05 |
98elf |
: |
Zivi Truppe
Botnang |
3 |
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1 |
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19.05.05 |
98elf |
: |
Afrika Auswahl |
1 |
: |
2 |
Bild |
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17.05.2005 |
VFB Stuttgart
Betriebssport |
: |
98elf |
7 |
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3 |
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07.04.2005 |
98elf |
: |
Biddy Earlys |
5 |
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0 |
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15.02.2005 |
VFB Stuttgart
Betriebssport |
: |
98elf |
6 |
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3 |
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10.10.2004 |
98elf |
: |
Afrika Auswahl |
8 |
: |
3 |
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20.06.2004 |
98elf |
: |
Röhre |
7 |
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3 |
Spielbericht (Thilo) |
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01.06.2004 |
98elf |
: |
ASV |
2 |
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0 |
Spielbericht (Thilo) |
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Frühjahr '04 |
KV Plieningen II |
: |
98elf
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3 |
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0 |
Bilder |
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25.05.2003 |
98elf |
: |
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0 |
: |
2 |
Spielbericht (Thilo) |
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18.05.2003 |
98elf |
: |
ICE Neckarstrasse |
2 |
: |
1 |
Spielbericht (Thilo) |
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11.05.2003 |
Ouzo |
: |
98elf |
4 |
: |
4 |
Spielbericht (Thilo) |
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04.05.2003 |
Röhre |
: |
98elf |
3 |
: |
1 |
Spielbericht (Thilo) |
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31.01.2002 |
Röhre |
: |
98elf |
2 |
: |
4 |
Spielbericht (Wolle) |
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98elf – Die Röhre
7:3 (4:1)
Tabellenführer!
Das weiße Ballet ist zurück und erteilt den Erzrivalen „Die
Röhre“ in der „Mutter aller Spiele“ eine Lehrstunde –
Neuzugang Andy Maric (bei Redaktionsschluss noch
homosexuell) mit drei Treffern Mann des Tages.
STUTTGART WEST – Was für ein Auftakt in die Stadtligasaison
2004. Mit Offensivfußball vom Allerfeinsten gewann 98elf am
Sonntag Mittag nicht nur das richtungsweisende erste Spiel,
sondern auch die Herzen der über 35.000 – überwiegend weiblichen
– Fans in der ausverkauften Hoffeld-Arena. Und das ausgerechnet
gegen den Erzrivalen aus dem Gay-Tunnel!
Dabei stand die Mutter aller Spiele zunächst unter keinen
günstigen Voraussetzungen. Neben den Langzeitverletzten Tom
Lindenberger und Hans-Jörg Ehni (Gute Besserung Euch beiden!)
musste das Trainergespann um Chefcoach Berndallo „schweigender
Taktiktisch“ Hipfl kurzfristig auf weitere Leistungsträger wie
Mittelfeldmotor Nils Linder (Leberzirrhose) und den
bajuwarischen Bosporus-Brasilianer Vedi Vadavikhia (indisches
Stangenfieber) verzichten. Dennoch konnte eine schlagkräftige
98er-Elf auf das satte Kunstgrün der Hoffeld-Arena auflaufen.
Diese erzeugte von der ersten Minute an einen solchen Druck auf
das von Ersatztormann Dennis gehütete Gehäuse der ebenfalls
ersatzgeschwächten Röhre-Equipe, dass dieser schon nach wenigen
Minuten Hören und Sehen verging. Nach drei hervorragend
vorgetragenen Offensivaktionen, bei der Bailey, Hipfl und Epple
nur knapp am Tormann, dem Pfosten bzw. der Eckfahne scheiterten,
schnappte sich der von Schneeweiß Hrvatistan für zwölf Schorle
verpflichtete Andy Maric in der 10. Minute das Leder, spielte
die komplette Hintermannschaft des Gegners aus und drosch das
Spielgerät aus knapp 14 Metern zum hochverdienten 1:0 in den
Winkel. Das nennt man dann wohl einen gelungenen Einstand!
Doch anstatt sich – wie in früheren Spielzeiten – auf dieser
Führung auszuruhen, tanzte das weiße Soho-Ballett weiter.
Nachdem Thilo „Kopfballungeheuer“ Stölzle das Kunststück
vollbrachte, einen Abpraller aus ca. 50 Zentimetern an die Latte
zu köpfen, machte er es in der 16. Minute besser: Er düpierte
seinen Gegenspieler auf der rechten Seite und zirkelte eine
präzise Manni-Kalz-Gedächtnisbanane auf den Kopf des
hervorragend postierten Andy Maric, der aus 4 Metern zum zweiten
Mal einnetzte. Die mitgereisten Fans waren bereits jetzt aus dem
Häuschen. Doch die Abteilung Attacke hatte noch nicht genug.
Wolle Wägner traf in der 18. die Latte, Jasmin Saric in der 21.
den Pfosten und Jochen Epple in der 25. Minute schließlich mit
einem präzisen Flachschuss ins linke unter Eck zum 3:0.
Nach
weiteren zauberhaften Aktionen der Soho-Brasilianer – die Röhre
kam kaum einmal aus der eigenen Hälfte und der Luftraum wurde
komplett vom überragenden Abwehrchef und fliegenden Holländer
Nils von den Hoogerbeets (vielen Dank für die Einladung)
kontrolliert – folgte in der 37. Minute der Höhepunkt von Hälfte
eins. Niko Weißer spielte seinen kongenialen Gegenpart Matthew
Marks auf der linken Seite an, der sich durch die Abwehrreihe
der Tunnelkicker tankte, wie seinerzeit die deutschen Linien
durch das Heimatland der 98er-Abwehrchefs. Doch damit nicht
genug: Er behielt die Übersicht und spielte das Runde
mustergültig in den Rücken der Röhre-Defensive, wo es Jasmin
Saric direkt zum 4:0 in den Winkel des Eckigen wuchtete. Ein Tor
zum Zungeschnalzen!
Kurz
vor dem Pausenpfiff kam es dann doch noch zu einem kleinen
Wermutstropfen über die wohl beste Halbzeit in der Geschichte
des Offensivfußballs. Der bis dahin von der 98er-Viererkette
Elmar „die Wade“ Fettinger, Nils „Air“ van den Hoogerbeets,
Wolle „Weita“ Schwenzig und Rainerle „durch die Kimme zieher“
Burth völlig abgemeldete Gay-Goalgetter Klaus versuchte es aus
25 Meter mit einem Verzweiflungsschuss, der brandgefährlich vor
dem Kasten des bis dahin beschäftigungslosen Jochen Louis
aufsetzte und zum eher schmeichelhaften 4:1 einschlug. Doch das
konnte den mitgereisten 98er-Fans die Halbzeitparty nicht
verderben.
Dann
schon eher das, was sie zu Beginn der zweiten Halbzeit sehen
mussten. Zu überheblich gingen die weißen Sohoianer in die
Zweikämpfe und so erzielten die schwarz-blauen in der 49. Minute
völlig überraschend ihr zweites Tor. Davon war man so geschockt,
dass man das Spiel völlig aus der Hand gab. Angriff auf Angriff
der von der Macht der Verzweiflung angetriebenen und die letzte
Chance witternden Röhre-Jungs rollte auf den 98er Strafraum zu
und Jochen Louis bekam plötzlich mehr zu tun, als ihm lieb war.
Mit einigen spektakulären Paraden konnte er den
Zwei-Tore-Vorsprung aufrecht erhalten – doch in der 62. Minute
war auch er machtlos.
4:3
– die Zuschauer konnten es nicht glauben. Sollte das zuvor von
den 98ern völlig dominiertes Spiel etwa noch gedreht werden
können? Das weiße Ballett beantwortete diese Frage standesgemäß
mit einer herrlichen Kombination: Fettinger spielte einen
präzisen Flügelwechsel auf Knesebeck – der direkt weiter auf
Wolle Wägner der den in die Gasse startenden Andy Maric mit
einem herrlichen Uwe-Bein-Gedächtnispass bediente. Maric
bedankte sich dafür mit einem präzisen und schulmäßigen
Vollspannstoß in das rechte Toreck des Gegners – sein dritter
und letzter Streich. Unter tosendem Applaus und stehenden
Ovationen des Publikums durfte er seinen Arbeitstag vorzeitig
beenden.
Der
Rest des Spiels ist schnell erzählt. Nach diesem herrlichen
Treffer zum 5:3 brach die Röhre komplett ein, was das weiße
Ballett aus dem Stuttgarter Westen dazu nutzte, seine Fans mit
weiteren Kabinettstückchen zu unterhalten. So hätten gut und
gerne noch mehr Tore als das 6:3 durch Jochen Epple und das 7:3
durch John Bailey fallen können. Doch es blieb dabei und die
Mannen um Röhre-Methusalem Peter dürften selten glücklicher
gewesen sein einen Schlusspfiff zu hören, als an diesem
legendären Sonntag Nachmittag.
Fazit: Mit einer – bis auf 20 Minuten – absolut hochklassigen
Leistung besiegt 98elf im Klassiker der Stadtliga den Erzrivalen
„Die Röhre“ völlig verdient – und sogar noch einige Tore zu
niedrig – mit 7:3. Nun kommt es am morgigen Donnerstag, den 8,7.
um 19.30 Uhr in der Raichberg-Kampfbahn – standesgemäß unter
Flutlicht (SAT 1 überträgt live ab 17 Uhr) – zum Spitzenspiel
gegen den amtierenden und ungeschlagenen Stadtliga-Meister
Tünnes&Co. Mit der Leistung vom Sonntag darf sich das weiße
Soho-Ballett erstmals realistische Chancen ausrechnen, dem
übermächtigen Gegner zumindest einen Punkt zu stibitzen. Und wer
weiß, vielleicht kommt es ja zu einer historischen ersten
Niederlage der Ackermänner. Eines ist jedoch sicher: Diesen
Leckerbissen sollte man sich als Fußballliebhaber nicht entgehen
lassen.
sid/ts |
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Europa, wir kommen!
Weißes
Ballett bat ASV zum letzten Tanz der Stadtliga-Saison –
Internationaler Wettbewerb nach Gala-Auftritt verdient gesichert
STUTTGART WEST – So eine Feier hat
der Stuttgarter Westen schon lange nicht mehr erlebt: Bis in die
frühen Morgenstunden war er zu riechen – der süße Duft von
ehrlichem Männerschweiß, Alkohol und Erfolg. Dazu hallte der nie
enden wollende Gassenhauer „So sehen Sieger aus“ in den grauen
Häuserschluchten des Arbeiterviertels – gesungen aus erschöpften
aber rundum glücklichen Männerkehlen einer Mannschaft, die ihrem
neuen Markenzeichen „Weißes Ballett“ am vorausgegangenen
Nachmittag auch am letzten Spieltag der Stadtliga-Saison alle
Ehre gemacht hatte.
Die
Vorzeichen des ehemaligen Kellerderbys waren klar. Nur ein Sieg
mit mindestens zwei Toren Unterschied würde den zum
internationalen Wettbewerb berechtigenden dritten Tabellenplatz
ein für alle Mal sicherstellen. Dieser Druck war der
Soho-Selecao zunächst anzumerken. Zwar kombinierte das
Mittelfeld, das den Ausfall von Teenieschwarm Nils Linder, der
aufgrund des Fotoshootings für das BRAVO Girl-Cover unabkömmlich
war, kompensieren musste, ansehnlich nach vorne, doch dem Sturm
fehlte die nötige Durchschlagskraft. Insbesondere Sturmführer
Dirk Hastenteufel war der Druck in seinem letzten Stadtligaspiel
vor dem Wechsel zum italienischen Spitzenclub Vadoalaspiaggia
Ancona für die 98er unbedingt treffen zu wollen anzumerken. So
ließ er in Hälfte eins die gewohnte Kaltschnäuzigkeit beim
Abschluss vermissen.
Also mussten
andere für Zählbares sorgen. Nachdem Matze „Eisenfuß“ Miltner
nach einem herrlichen Doppelpass mit unserem anatolischen
Analanatomiker Vedi „Würzelbehandlüng“ Vadavikia mit seinem
satten Flachschuss aus 28 Metern nur den Querbalken traf und der
Flugkopfball des erst kürzlich zum Fußballer des Jahrhunderts
Kilaniens gewählte Rolandinho „El Cid“ de Cececaro Cececaro
Fernandez Gonzalez Sanchez-Eisele, knapp am rechten Pfosten des
ASV-Gehäuses vorbeistrich, machte es Nico Weißer in der 36.
Minute besser. Einen herrlich vorgetragenen Angriff über die
Stationen Louis-Lindenberger-van den
Hoogerbeets-Fettinger-Wägner-Burth-Wägner-Scholl-Wäger-Vadavikia-Hipfl-Hipfl-Hipfl-Schwenzig-Knesebeck-Stölzle-Abel-Marks,
der das Leder bis an die Grundlinie vortanzte und butterweich in
den Sechzehnmeterraum der Filderstädter flankte schloss Weißer
sensationell ab: Er stoppte die Hereingabe gekonnt mit der Brust
und drosch das Spielgerät per Volleyschuss unhaltbar in den
Winkel. Da musste selbst der Gegner anerkennen: Das war das Tor
des Monats – nein – des Jahres!!! Diese hochverdienten 1:0
Führung hielten die Götter des Westens mit ruhiger, abgezockter
Spielweise bis zur Halbzeit, ohne das der weiter defensiv
eingestellte Gegner auch nur in die Nähe des 98elf-Gehäuses kam.
Nach dem
Pausentee machten die Männer mit dem Schriftzug der Stuttgarter
Arbeiter- und Szenebar SOHO auf der Brust ordentlich Dampf. Kein
Wunder – schließlich galt es noch mindestens einmal zu treffen,
um die vor der Saison kaum erhoffte gezogene
Europacupqualifikation zu schaffen. Folgerichtig erspielte man
sich eine Reihe von hochkarätigen Torchancen – eine schöner
herausgespielt als die andere. Das erste Zungenschnalzen der
völlig begeisterten Fangemeinde verursachte der ruhende Pol der
Mannschaft – Bernd Hipfl – mit einem spektakulären
Klaus-Fischer-Gedächtnis-Fallrückzieher nach schöner
Hastenteufel-Flanke. Leider verhinderte das Lattenkreuz den
verdienten Torerfolg. Wenig später traf Sven van den Hoogerbeets,
der vor dem Spiel seinen Vertrag bei den 98ern um weitere drei
Jahre verlängerte, nach einem herrlichen 60-Meter-Solo bis zum
5-Meter-Raum des ASV nur die Eckfahne. Und nach weiteren drei
Minuten scheiterte Jörn Knesebeck mit einem sehenswerten
Hackentrick an der Wodka-Bull-Fahne von Soho-Abwehrchef Tom
Lindenberger.
Nach rund
einer Stunde wurde das Trainergespann – Vedi „wieso die
schwarzen Trikots“ Vadavikia, Wolle „dat mutt jetz aba nen Tor
sain“ Schwenzig und Wolle „Betong“ Wägner – nervös und brachte
für den völlig ausgepumpten Knesebeck frisches, englisches
Männerblut ins Spiel. Und siehe da: John Baylie trotz einer
leichten Aduktorenblessur ins kalte Wasser zu werfen erwies sich
als goldrichtig. Mit seiner ersten Ballberührung stoppte er das
von Pornoproduzent Kristian „The Lord“ Costa-Zahn genau in den
Lauf gepasste Spielgerät und schoss es mit seiner zweiten wie
einen Strich in die linke untere Ecke des ASV-Kastens.
Während es
auf den Tribünen kein halten mehr gab, verpassten die elf 98er
in der Folgezeit durch Unkonzentriertheiten im Torabschluss den
Sack zu zumachen. So musste man bis zum Schlusspfiff um den
Einzug ins internationale Geschäft zittern. Zwar hatten die
Schlesinger Stadtalkoholiker bis zur 90. Minute keine klare
Torchance, doch kurz vor dem Schlusspfiff tanzte ASV-Legende
Thomas seinen 165 Kilo-Astralkörper geschickt durch die wohl
schon mit den Gedanken beim Feiern befindlichen
Soho-Abwehrrecken und zog aus 9 Metern ab. Spätestens jetzt
wurde klar, wofür Jochen „die Katze“ Louis heute aufgestanden
war. In seiner gewohnt sicheren Art entschärfte er das
ASV-Geschoss mit einer Schildkappen-Glanzparade. Das war die
letzte Aktion in einem von Soho-Seite aus hochklassig geführten
Spiel. Sekunden später war der um fünf Tore zu niedrig
ausgefallene 2:0 Sieg amtlich.
Am Schluss
gab es kein halten mehr: Die Fans stürmten das Spielfeld und
lagen sich mit den überglücklichen 98ern weinend vor Glück in
den Armen. Die Sensation der Stadtliga war perfekt. Durch
Zauberfußball, kluge Verstärkung des Kaders und taktische
Meisterleistungen entwickelte sich die Soho-Selecao in nur einer
Saison vom Punktelieferanten zum Meisterschaftsaspiranten. Und
wenn der Abgang von Torschützenkönig Hastenteufel einigermaßen
kompensiert und das Team weiter verstärkt werden kann, könnte
nächstes Jahr noch mehr drin sein. Wir werden sehen. Bis dahin
noch mal die Abschlusstabelle zum Genießen:
Pl.
Mannschaft Sp. Tore Diff. Punkte
1.
Tünnes & Co. 6 28:3 +25 18
2. Die
Röhre 6 20:11 +9 12
3.
98elf 6 11:11
0 10
4. Ouzo
12 6 20:21 - 1 10
5.
Frühlingsbällchen 6 17:15 +2 6
6.
Neckarstraße 6 7:13 - 6 6
7.
ASV 6 3:32
-29 0
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98elf – Tünnes & Co. 0:2 (0:1)
Respekt
gewonnen – Spiel verloren!
Soho-Selecao leistet
amtierendem Meister lange Widerstand – starke Leistung wird
jedoch nicht belohnt
STUTTGART
WEST – Nach dem Schlusspfiff war den 98ern sowohl
Erschöpfung als auch Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
Kein Wunder, schließlich konnte man den haushohen Favoriten
und bis dato ungeschlagenen Tünnes-Jüngern lange Zeit Paroli
bieten. Einzig der verdiente Lohn in Form eines
Punktgewinnes bleib aus.
Dabei hatte
das Spitzenspiel (Der Dritte traf auf den Ersten)
vielversprechend angefangen. Die wiederum zahlreich erschienene
Fangemeinde trieb das weiße Soho-Ballett mit Anfeuerungsrufen in
Schwermetallstromgitarren-Lautstärke nach vorne. So konnte man
bereits in der dritten Minute einen blitzsauber vors
Tünnesgehäuse getragenen Angriff über rechts durch eine
sehenswerte Direktabnahme von Mittelstürmer Dirk Hastenteufel
abschließen. Gleichzeitig wurde durch einen geradezu
Herrbergerschen Schachzug des altinternationalen
Trainergespanns Lindenberger – van den Hoogerbats – Stölzle der
gegnerische Starsturmführer und Torschützenkönig Heiko
(Soho-Manager Carsten Richter in BILD Stuttgart: „An Ihm sind
wir dran!“) von Wolle Schwenzig komplett aus dem Spiel genommen.
Davon ließen sich die roten Teufel vom Ackermanns sichtlich
beeindrucken und rührten aus Sicherheitsgründen zunächst einmal
den guten alten Beton an. Leider mit Erfolg. Zwar spielten die
Weißen gefällig nach vorne, doch am Tünnes-Strafraum war
meistens Endstation.
Warum die
Ackermänner bisher noch keinen Punkt in der Stadtliga abgeben
mussten, stellten sie nach zwanzig Minuten eindrucksvoll unter
Beweis. Die Soho-Anfangsoffensive kaum überstanden, nutzen sie
ihren ersten konstruktiven Angriff eiskalt zur Führung.
Allerdings stand ihnen dabei die Glücksgöttin Fortuna zur Seite.
Der stramme Schuss des Tünnes’schen Spielmachers wurde
ausgerechnet von van den Hoogerbeets unhaltbar ins eigene Tor
abgefälscht.
Mit der
Führung im Rücken hatten die Favoriten dann zunächst leichteres
Spiel. Geschickt ließ man das Soho-Ballett bis zum Strafraum
tanzen, stand dort sicher und beschränkte sich aufs Kontern.
Allerdings hatten sie dabei die Rechnung ohne die Soho-Defensive
gemacht. Denn bis auf zwei Schüsse bei denen die Meister in
MVP-Goalie Jochen Louis ihren Meister fanden, ließen die Mannen
um Abwehrchef Lindenberger im ersten Spielabschnitt keine
Möglichkeiten mehr zu. So ging es mit dem knappen 0:1 Rückstand
in die Pause.
In der Kabine
erwartete die elf 98er dann zunächst eine Hiobsbotschaft: Der
bis dahin fehlerfrei aufspielende Elmar Fettinger konnte das
Spiel nicht mehr fortsetzen. Grund: Er musste seine
Schwiegermutter zur Fußpflege fahren. Doch das wurde mit einer
Trotzreaktion beantwortet: Die Anfangsviertelstunde des Zweiten
Hälfte gehörte ganz klar den Weißen. Angriff auf Angriff rollte
auf das Tünnes-Gehäuse. Aber leider hatten die Ackermänner an
diesem Tag einen Pakt mit dem Fußball-Gott geschlossen. Dieser
isst offensichtlich keinen
Thinfisch-Tomate-Pepperoni-Käse-Zwiebel-Toast, sondern erfreut
sich lieber an einer gut sortierten Whiskey-Karte. Wie sonst ist
es zu erklären dass zunächst Wolle Wägner aus 16 Metern die
Latte, Bernd Hipfl von Halblinks den Pfosten und zu guter letzt
Tom Lindenberger aus 35 Metern den Mannschaftsbus der auf dem
benachbarten Rasen spielenden Rugby-Truppe von den Bloody-Bones
aus Bahlingen traf? Eben.
Hatte man
zunächst kein Glück, kam dann auch noch Pech hinzu: Nachdem die
Sohoianer 85 Minuten auf ein Tor gespielt hatten, führte die
erste Ecke der Ackermänner (Louis hatte mal wieder einen
Unhaltbaren aus dem Winkel gekratzt) zum Super-GAU. Wolle
Schwenzig, der zuvor alle 24 Zweikämpfe gewonnen hatte, verlor
seinen ersten – und leider den entscheidenden: Heiko nickte die
Hereingabe zum 0:2 ein – das Spiel war gelaufen. Zwar versuchten
die unermüdlich kämpfende Soho-Selecao in den letzten Minuten
noch einmal alles um zumindest den hochverdienten
Anschlusstreffer zu erzielen – aber das Spiel hatte zu viel
Kraft gekostet. So war der Schlusspfiff des Unparteiischen der
letzte Höhepunkt des Westgipfels, der dem Namen „Spitzenspiel“
alle Ehre machte.
Alles in
allem kann man den 98ern trotz der unglücklichen Niederlage ein
dickes Kompliment machen: Lange Zeit war man dem alten und durch
diesen Sieg auch neuen Stadtliga-Meister ebenbürtig. Mit einer
solchen Leistung dürfte es auch kein Problem sein durch einen
Sieg am nächsten Sonntag um fünfzehnhundert gegen die
Schlesinger-Jungs vom ASV Filderstadt den dritten Platz zu
sichern und damit der erfolgreichste Saison in der
98elf-Geschichte ein würdiges Ende zu bereiten.
sid/ts
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Historischer
Sieg im 6-Punkte-Spiel!
Erbitterte Schlacht durch
eisernen Siegeswillen verdient gewonnen – 98elf erstmals auf
UEFA-Cup-Platz
STUTTGART WEST – Geschafft! Erstmals in der
Stadtligageschichte belegt die Truppe der Stuttgarter
Szene-Eisdiele „Soho“ den zur Teilnahme an einem
internationalen Wettbewerb berechtigenden dritten
Tabellenplatz. Möglich machte dieses historische Ereignis
ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus der
linksextremen Neckarstraße, dem damit ein für alle Mal
gezeigt wurde, wo der Bartel den Most holt: im
Tabellenkeller. Und das trotz des verletzungsbedingten
Ausfalls unseres Koloss von Kilenien Ronaldiño, den der
osmanische Ochse Vedi Vadavikia im Absch(l)usstraining aus
der Stammelf direkt ins Hospital beförderte.
Auf dem äußerst schweren Geläuf der
Hoffeldarena taten sich sowohl die abermals in den schwarzen,
allerdings von Muttersöhnchen van den Hoogerbeets aus
Umweltschutzgründen nicht weichgespülten Leibchen, als auch die
in weiß aufgelaufenen Hausbesetzer vom Stuttgarter
Neckarstraßenkiez zunächst sehr schwer den zahlreich
erschienenen Fans technisch anspruchsvollen Kombinationsfußball
zu bieten. Getreu der blücherschen Angriffstaktik des
altinternationalen Trainergespanns um Rotlicht-Rambo Rainer
Burth gelang es der Soho-Selecao jedoch, durch ein starkes
Fünfer-Mittelfeld um Altmeister Wolle Wägner, Jungstar Nils
Linder und Pünktlichkeitsfanatiker Oli Scholl Ball und Gegner
vom eigenen Tor fernzuhalten. Allerdings erspielte man sich
gegen die auch nicht gerade schwach besetzten
Sozialleistungserschleicher seinerseits kaum nennenswerte
Torchancen.
So mussten die besten Fans der Welt bis
zur 29. Minute warten, um erstmals einen Anstieg ihres
Blutdrucks zu bemerken. Ausgangspunkt war wieder einmal einer
der brandgefährlichen Vorstöße des international bekannten
Geburtstagspartyveranstalters und Soho-Innenverteidigers Sven
van den Hoogerbeets, der nach seinem Solo durch das gesamte
Mittelfeld butterweich auf die Schädeldecke unseres
Kopfballungeheuers Thilo Stölzle flankte. Der wiederum sah den
besser postierten Goalgetter Jörn Knesebeck und verlängerte ihm
den Ball exakt in den Lauf, sodass ihn sein Gegenspieler nur
durch höchst unsportliches Festhalten am Führungstreffer hindern
konnte. Doch was in der Bundesliga ein klarer Elfmeter gewesen
wäre, wird in der Stadtliga offensichtlich nicht gepfiffen. Das
meinte zumindest der ansonsten fehlerfreie Referee und versagte
unseren wackeren 98ern den Schuss vom ominösen Punkt, der dem
Spiel sicherlich gut getan hätte. Denn so eliminierten
taktisches Geplänkel sowie der Hoffelder Kartoffelacker
Torraumszenen in jeglicher Form. Lediglich in der 42. Minute
wurde es noch mal gefährlich. Eine herrliche Kombination der
beiden Rückkehrer Wolle „Das Ruhrgebiet himself“ Schwenzig und
dem Mann, den sie Baum nannten – Mittelstürmer Dirk Hastenteufel
– schloss letzterer mit einem herrlichen Drehschuss aus
halblinker Position ab. Das Geschoss wurde jedoch vom
aufmerksamen ICE-Keeper hervorragend pariert. So ging es mit
einem für die Neckar-Zecken etwas schmeichelhaften 0:0 in die
Pause.
Der zweite Spielabschnitt begann mit einem
Paukenschlag. Gerade drei Minuten waren gespielt, als sich
Macabu-Meister Matthew Marks ein Herz fasste und einfach mal aus
20 Metern abzog. Seinen Schuss, der von eine Radarkontrolle an
der Strafraumgrenze mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit
geblitzt wurde, wehrte ein gegnerischen Verteidiger wagemutig
aber regelwidrig im 16-Meter-Raum mit der Hand ab. Die daraus
resultierende Knochenfraktur war aber nur das geringere Übel für
ihn. Denn der aufmerksame Unparteiische entschied völlig zu
Recht auf Handelfmeter. Und der wurde von Mittelfeldmotor Wolle
Wägner in gewohnt sicherer Weise zum hochverdienten 1:0
verwandelt.
Nach dem Rückstand besannen sich die
Mannen um ICE-Lokführer Marius auf ihre Offensivqualitäten und
verstärkten den Druck auf das 98er Tor. Doch dort war ein ums
andere Mal Endstation – entweder rannte sich der Gegner in der
altinternationalen Dreierkette Lindenberger, van den Hoogerbeets,
Fettinger fest oder der bestens aufgelegte Soho-Keeper Jochen
Louis parierte die wenigen, dann aber brandgefährlichen
gefährlichen Tormöglichkeiten des Gegners. So wie in der 61.
Minute, als er den strammen Schuss eines ICE-Mittelfeldspielers
abwehren konnte. Das allerdings genau vor die Füße des
einschussbereiten Mittelstürmers, der, da er beim ersten Schuss
im passiven Abseits stand, durch sein Eingreifen in Form des
Erzielen des vermeintlichen Ausgleichs aktiv wurde. Deswegen –
und das muss man neidlos als Weltklasseauslegung der passiven
Abseitsregel anerkennen – wurde diesem Treffer vom routinierten
Schiedsrichtergespann absolut regelkonform die Anerkennung
verweigert, was bei den linksextremen Steinewerfern aus der
Neckarstraße unverständlicherweise großen Unmut verursachte.
Im weiteren Verlauf des Spiels lagen die
Nerven auf beiden Seiten blank. Leider ließen sich auch die
sonst für ihre Fairness bekannten Sportskameraden von 98elf von
den vielen Fouls und Nicklichkeiten der Neckarstraßen-Treter
anstecken. So hatte der Unparteiische große Mühe, die Heißsporne
auf beiden Seiten zu beruhigen. Als dann endlich wieder Fußball
gespielt wurde sorgte ein kluger Pass des sonst eher rustikalen
Mittelfeld-Abfangjägers Nico Weiser für die Vorentscheidung. Er
spielte das Leder genau auf den im gegnerischen Strafraum
sträflich allein gelassenen Nils Linder, der das Leder zum 2:0
in die Maschen wuchtete.
10 Minuten vor Schluss hätte dann der vom
spanischen Zweitligisten Deportivo Damelo Porrito verpflichtete
Filigrantechniker Nomo Fernadez-Ochoa alles klar machen können –
nein müssen! Nach einem herrlichen Alleingang, bei dem er seine
Gegenspieler zu Slalomstangen degradierte, zögerte er vor dem
ICE-Goalie zu lange, sodass ihm der Libero die Kugel im letzten
Moment vom Fuß spitzeln konnte. Wer auch nur einen funken
Fußballverstand im Leib hat, weiß, dass so etwas immer bestraft
wird. Im Gegenzug stellte die Soho-Verteidigung, um den aufgrund
eines zu harten und nicht mit der Teamleitung abgesprochenen
Probetrainings bei den Frühlingsbällchen, das durch das
Mitbringen einer Kiste Bier zum Mannschaftstraining abgegolten
sein dürfte, von Krämpfen geplagten Tom Lindenberger (Hobbys:
Torwandschießen und Discoluder) die Räume nicht richtig zu. Das
konnte die Neckarstraßen-Offensive nutzen und aus 16 Metern zum
unhaltbaren Anschlusstreffer einschießen.
Mit eisernem Kampfeswillen brachten die
98er den knappen Vorsprung über die Zeit und gewannen dieses
richtungsweisende 6-Punkte-Spiel gegen einen direkten
Tabellennachbarn knapp aber verdient mit 2:1. Der dritte
Tabellenplatz ist somit erobert. Am kommenden Sonntag kann somit
sogar nach höherem gegriffen werden. Um 17 Uhr kommt es zum
jetzt schon völlig ausverkauften West-Schlager gegen den
amtierenden Meister von Tünnes&Co. Und da dann auch wieder in
standesgemäßen Ballett-Weiß aufgelaufen werden kann, ist
vielleicht eine Sensation drin. Der Ball ist schließlich immer
noch rund, dooooooooooooooo!
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98elf – Ouzo 12
4:4 (1:3)
Ein Punkt für die Moral!
Soho-Rastellis hören
zu früh auf zu zaubern – hochklassiger Fußballkrimi endet
mit unglücklichem Remis
STUTTGART WEST –
Geführt, gepennt, gekämpft – ein verloren geglaubtes Spiel
mit sensationellem Offensivfußball umgebogen und am Ende
doch nur mit einem Punkt belohnt – nach dem Schlusspfiff
wussten weder die völlig ausgepumpten 98elf-Spieler noch die
zahlreich mitgereisten besten Fans der Welt ob Sie sich
ärgern oder freuen sollten. In einem waren sich aber alle
einig: Die vorangegangenen gut 90 Minuten, waren die besten
und dramatischsten, die die Stadtliga Stuttgart seit langer
Zeit gesehen hatte.
Durch die taktische
Umstellung von Vierer- auf Dreierkette wurde sofort deutlich,
dass sich unsere Jungs vorgenommen hatten, den eher müden
Auftritt im Derby gegen die Röhre vergessen zu machen. So setzte
man die Neulinge von Ouzo 12 vom Anstoß weg unter Dauerdruck.
Unbeeindruckt von fiesen Psychotricks des Gegners – wie der eher
schwache Versuch das Soho-Ballett durch neue, weiße
Spielkleidung zu kopieren (wie Werber eben sind, wenn ihnen
nichts einfällt) oder letzteres durch den Gebrauch ein und
derselben Rückennummer zu verwirren – waren die elf 98er auch in
den schwarzen Ausweichtrikots deutlich eleganter als der Gegner
und ließ diesen in der Anfangsphase kaum aus der eigenen Hälfte
kommen. So wurde das Sturmtrio Hipfl, Baylie und Stölzle ein ums
andere Mal durch das bärenstarke Mittelfeld in aussichtsreiche
Position gebracht.
Aus einem dieser herrlich
vorgetragenen Angriffe – Barschlamper Nils Linder schickte
seinen besten Kunden Thilo Stölzle in gewohnter
Freitagnacht-Manier über rechts steil, der wiederum unseren
Pfeilschnellen Mittelläufer Sir John Baylie durch einen klugen
Diagonalrückpass im Strafraum einsetzte, so dass dessen
Gegenspieler gar keine andere Möglichkeit hatte, als den
britischen Bomber in Diskrepanz mit dem Regelwerk von den Beinen
zu holen, woraufhin der Unparteiische völlig korrekt auf den
ominösen Punkt zeigte – fiel dann die auch zu diesem frühen
Zeitpunkt hochverdiente Führung: Der von der Teeniezeitschrift
„11 Freundinnen“ zum Comebacker des Jahres gewählte Wolle Wägner
wuchtete das Spielgerät kompromisslos und nervenstark in die
Maschen des Gästegehäuses.
Mit der Führung im Rücken
spielten die Sohoianer zunächst kombinationssicheren
Angriffsfußball und erarbeiteten sich weitere Tormöglichkeiten.
Doch mit zunehmender Spieldauer wurde deutlich, dass auch die
Anisschnäpse fußballerisch nicht auf der Brotsuppe daher
geschwommen sind. Unsere Dreierkette bekam allerhand zu tun,
stand jedoch außerordentlich gut. So entwickelte sich die erste
Chance für die 12er aus einer Standardsituation. Die starke
Kopfballabnahme des Freistoßes wurde jedoch von unserem
Keepergott Jochen „Brother“ Louis hervorragend pariert.
Nach 35 Minuten kam
allerdings der Bruch. Rechtsverteidiger und Eisenwade Elmar
Fettinger, der sich während seinem völlig unverantwortlichen
Funspochttrip auf die griechische Lustinsel Homos eine
mittelschwere Verhärtung am Schließmuskel zugezogen hatte,
musste vorübergehend vom Feld, um sich mit Vaseline behandeln zu
lassen. Daraufhin fehlte die Zuordnung in der Hintermannschaft
der 98er, was der Gegner eiskalt ausnutzte: Innerhalb von acht
Minuten machten die elf Ouzo-Zwölfer, unter gütiger Mithilfe des
Soho-Teams, das in dieser Phase weder die Räume zustellte, noch
nahe genug beim Gegner war, aus dem knappen Rückstand eine klare
3:1 Führung. So ging man restlos bedient in die Kabine.
Dort müssen unsere Jungs die
Geister von Fritz Walter, Toni Turek und Stan Libuda herauf- und
sich noch mal richtig auf die verbleibenden 45 Minuten
eingeschworen haben. Denn der unbedingte Wille, das Spiel noch
umzubiegen und füreinander zu kämpfen, war unmittelbar nach dem
Wiederanpfiff bis in den letzten Winkel der Hoffeld-Arena zu
spüren. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das gegnerische
Gehäuse. Und auch der verdiente Lohn ließ nicht lange auf sich
warten. Mit einem klugen Pass in die Spitze setzte die
charismatische chilenische copa-mundial-Legende Rolandiño
unseren Hormon-Haudegen Berndus Hipfl in Szene, der mit seinem
Kopfball-Heber aus der Bruno-Labbadia-Abteilung den Ouzo-Keeper
düpierte und den Anschlusstreffer markierte. Das machte die
Soho-Selecao noch hungriger. Nur fünf Minuten später passte der
von Türk Gücü Landshut verpflichtete Zipfiklopfer Vedi Vadavikia
auf Nachtclub-Nils Linder, dessen platzierter Schuss aus 17
Metern zum mittlerweile hochverdienten 3:3 Ausgleich links
unten im Tornetz einschlug.
Auch auf dem Unentschieden
wollten sich die über sich hinauswachsenden Modellathleten aus
dem Stuttgarter Westen nicht ausruhen. Weiter ging es – immer in
dieselbe Richtung. Chancen für die weißen Werber waren
schlichtweg nicht vorhanden. In der 66. Minute folgte dann der
Höhepunkt. Altstadt-Legende Rainer Burth spielte den an diesem
Tag in Höchstform spielenden Berndallo Hipfl auf der linken
Seite frei. Der ließ seinen Gegenspieler stehen, trieb das Leder
schulmäßig bis an die Grundlinie und flankte von dort aus
millimetergenau auf den Kopf des in Horst Hrubesch-Manier
hochgestiegenen Kopfballungeheuers Thilo Stölzle, der gegen die
Laufrichtung des Torhüters zum vielumjubelten 4:3 einnickte.
Danach ging das Spiel auf
höchstem Niveau rauf und runter, sodass selbst der Fußball-Gott
mit der Zunge geschnalzt haben dürfte. Allerdings war er an
diesem Tag mal wieder kein 98er, was sich in der 89. Minute
herausstellen sollte. Nachdem die Verteidigung um Libero
Lindenberger die Angreifer des Gegners bis dahin sicher unter
Kontrolle hatte, machten die Werber kurz vor dem Abpfiff Reklame
für Kombinationsfußball. Der Ball wurde fünfmal hintereinander
direkt gespielt bis er in der Strafraummitte den Mittelstürmer
der Ouzos fand, der ihn unhaltbar zum glücklichen 4:4 Ausgleich
im Soho-Tor versenkte. Kurze Zeit später war das Spiel zu Ende.
Dennoch gab es auch an diesem Tag einen Sieger: Den Fußball!
Fazit: Durch eine hochklassige
Energieleistung gepaart mit hervorragender Moral und attraktivem
Offensivfußball gelang es unseren Jungs ein Spiel zu drehen, das
letzte Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
haushoch verloren worden wäre. Das sollte genügend
Selbstvertrauen für das schwere Match am nächsten Sonntag um 17
Uhr gegen die wiedererstarkten Neckarstraßen-Anarchos geben. Und
vielleicht hat man dann auch endlich das nötige Fortün. Wäre ja
auch mal an der Zeit!
sid/ts
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Lindenberger-Trauma findet kein Ende - Zu Heiß für Weiß!
„Mutter aller Spiele“ völlig unnötig aus der Hand gegeben –
Sommerfußball in Abschnitt zwei kostet Sieg gegen Tunnelkicker
„Du kannst alles verlieren – aber gegen die Röhre muss ein Sieg
her!“ – Soho-Urgestein Tom Lindenberger hätte es vor dem Spiel
nicht besser formulieren können. Der zum Blut-Derby
hochsterilisierte Stadtliga-Dauerbrenner 98elf vs. Die Röhre
begann für unsere abermals in Ballettweiß gekleideten – und
damit deutlich attraktiven (was sich durch mehrere
Kreislaufzusammenbrüche des nicht weniger unwiderstehlichen
weiblichen Anhangs äußerte) Jungs zunächst vielversprechend. Vor
einer stabilen Abwehr ließ das Mittelfeld um die beiden
Neuzugänge – dem Jungstar, Teenieschwarm und Cuba-Libre-Gott
Nils Linder sowie dem bajuwarischen Bosporus-Brasilianer Wedi
Wadawikia – unter oscar-verdächtiger Regie des Altmeisters Wolle
Wägner – Ball und Gegner gekonnt laufen und hatte das Spiel
sicher im Griff. Einzig der tödliche Pass in die Spitze ließ
noch auf sich warten.
Dasselbe dürfte sich auch der von Manchester United heiß
umworbene John Bailey gedacht haben. So fasste er sich nach
knapp einer halben Stunde ein Herz, ließ seinen Gegenspieler
gekonnt aussteigen und drosch das Runde aus
16 Metern zum hochverdienten 1:0 in den linken oberen rechten
Winkel des Eckigen.
Wenig später wagte sich der von der einschlägigen Sportpresse
mit Tünnes&Co in Verbindung gebrachte holländische
Nationalspieler Sven van den Hoogerbeets („An den Gerüchten ist
rein gar nicht dran – und Geburtstag hatte ich auch nicht!“) in
die Offensive. Auf der rechten Außenbahn spielte er mit Thilo
Stölzle, der ausgerechnet an diesem Tag die sonst gewohnte
Aggressivität anscheinend beim Platzwart abgegeben hatte, in
Celecao-Manier Doppelpass und flankte mustergültig auf den
aufgerückten südafrikanischen Fußballgott und Stangenbar-Stenz
Matthew Marks. Dessen wuchtiger Flugkopfball Marke „Akrobat
schööööön“ wurde vom Röhre-Keeper Grillmeister Frank in
Weltklassemanier gerade noch vereitelt werden. Die anschließende
Ecke brachte nichts ein.
Gegen Ende der zweiten Halbzeit folgte dann die kalte Dusche:
Nachdem Gaytunnel-Ikone Klaus im Mittelfeld nicht konsequent
gestört wurde hielt er aus gut 25 Metern einfach Mal mit der
Pike drauf und traf zum zu diesem Zeitpunkt Ausgleich. Gegen
diesen Sonntagsschuss war selbst Torwart-Legende Jochen
„Pilschen“ Louis völlig machtlos. Den trifft man höchstens alle
10 Jahre – und dann natürlich wieder gegen uns!
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hätte der schwach
pfeifende Schiedsrichter aus der Neckarstraße den Röhre-Jungs
fast noch den Führungstreffer geschenkt. Zunächst übersah er
geflissentlich ein klares Foul beim Kopfballspiel gegen
Kampfschwein Ove – dann entschied er auch noch unter Abwesenheit
jeglichen Fußballverstandes auf Rückpass. Den fälligen Freistoß
aus 7 Metern holte Jochen Louis jedoch katzenhaft aus dem
Winkel.
Danach lag der Unparteiische (?) ausnahmsweise richtig: Er pfiff
zum Pausentee.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes hatten die Mannen in Weiß
wiederum eine gute Phase. Angriff auf Angriff wurde vor den
Sechzehnmeterraum der Schwarz-Blauen vom Wagenburgtunnel
getragen. Hier offenbarte man jedoch die größte Schwäche am
heutigen Tag; Im Strafraum ging nichts – man spielte ohne
Durchschlagskraft – ein Knipser wurde vermisst. Die
verletzungsbedingsten Ausfälle von international erfahrenen
Angreifern wie Goalgetter Jörn Knesebeck, Lars Abel, Dirk
Hastenteufel (Gute Besserung mein Jung!) und last but not least
„Mister 100-Prozent“ Uwe Dillmann konnten nicht kompensiert
werden. Das gleiche galt für die rechte Außenbahn: Einen Elmar
Fettinger ist eben durch nichts und niemanden zu ersetzten – das
merkt man spätestens beim Duschen!
Aber wenn sich der Herr lieber in Rhodos die Sonne auf die
dicken Waden scheinen lässt ist der Rest des Spiels schnell
erzählt. Getreu der Fußball- und Homosexuellen-Weisheit „Wenn du
vorne keinen reinmachst bekommst du hinten einen rein“ konnte
die Röhre einen als Befreiungsschlag gedachten Pass über das
gesamte Spielfeld nach einem Abwehrschnitzer zum glücklichen
2:1 nutzen. Daraufhin brachen unsere Mannen ein. Mit dem
Schicksal hadernd gab man sich mehr oder weniger auf und drosch
den Ball nur noch mehr oder weniger planlos nach vorne.
Torchancen blieben Mangelware. Zudem übersah der Referee – über
den schon genug geschrieben wurde – noch ein klares Handspiel
des Fußball-Methusalems Peter und verweigerte den 98ern den
fälligen Strafstoß. Anders hätten die müden Sohoianer den
Ausgleich wohl auch nicht mehr erzielen können. Dass es an
diesem Tag und vor allem gegen diese Mannschaft nur durch
eisernen Kampf etwas zu holen gibt, vergas man völlig.
So kassierte man in der Schlussminute durch einen Konter
folgerichtig auch noch das dritte Gegentor.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich unsere Jungs nach diesem
schwarzen Derby-Erlebnis am kommenden Sonntag Nachmittag um 17
Uhr gegen den bärenstarken Aufsteiger Ouzo 12 wieder als weißes
Ballett präsentieren und an die geschlossene Mannschaftsleistung
vom Spiel gegen die Frühlingsbällchen anklopfen kann. Das
Potenzial ist jedenfalls vorhanden.
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Für alle, die dabei waren und nicht, der Spielbericht von Wolle
"Werner Hansch" Wägner.
in der Nacht vom 30. auf 31. Januar zeigte das Team 98elf ein
mal mehr einen großen teil seines unschätzbaren Potenzials.
aus einem 2:0 Rückstand nach 10 Minuten wurde bis ende des
Spiels ein 5:2 gezaubert. umso höher ist dieses Ergebnis zu
bewerten, als Spielertrainer und das gegnerische Mittelfeld
ungewohnt waren. die Röhre-Kicker waren phasenweise noch flinker
und sichrerer in der Abwehr und im Spielaufbau als die
Stadtligasaison gezeigt hatte.
die 98elf Defense musste für das neu einstudierte 3er System
bitteres Lehrgeld bezahlen, erholte sich jedoch schnell und
wurde sich der physischen Qualitäten eines Sven Hoogerbeets und
eines Tom Lindenberger bewusst. im Mittelfeld wurden die räume
enger gemacht. in wolle Schwenzig und Nomo Captain ergänzten
sich Dynamik und Spielkultur hervorragend. Maddeus Marks setzte
noch tief in der ersten hälfte seine unwiderstehlich Marke und
zimmerte nach gelungener Kurzpasskombination im Strafraum den
ball zum Anschlusstreffer unter den Balken.
der anschließende Blockwechsel in der offense war der
entscheidende Break im spiel der schwarz-roten. nun schlug die
stunde des vielgescholtenen uwe Maria Dillmann. wie er in kurzer
zeit auf engstem Raum zwei mal goldrichtig stand und in völliger
Einheit mit dem Spielgerät seine Grundschnelligkeit und eiserne
Coolness abmischend dem Gegner die Nase nach nord drehte war
groß. es wurden warme Erinnerungen wach an die Tore eines
Stürmers, die so nur der schießen kann: eben an die Tore eines
uwe Maria Dillmann. weltklasse.
weltklasse auch der Treffer zum 4:2.
nach einer der zahlreichen Kurzpasskombis, trat Jan Spreen, der
nun nach einem Blockwechsel im Mittelfeld am Zug war, in
Erscheinung. ansatzlos aus 25 Metern fräste er einen Tunnel in
die Hoffelder Höhenluft. vielleicht eines der schönsten
98elf-tore jemals.
der Schluss des Spiels gehörte uwe Majestät Maria Dillmann.
nachdem er einen pass in die tiefe nicht mehr unter Kontrolle
bekam, nahm er den weg zur Grundlinie, drehte sich in aller
dillmannschen ruhe und legt überragend auf wolle Wägner ab, der
nun einfaches Spiel hatte.
da fiel es nicht ins gewicht, dass zwischenzeitlich ein
Kopfballtreffer von Dirk Hastenteufel wegen Foulspiels nicht
anerkannt wurde.
der neu eingesetzte Torwart von HP Worldwide war auf seinem
Stepdown an die Fußballbasis etwa das, was eine Altgediente
Hebamme bei der Geburt ist. Geburthelfer eines großen Abends.
die röhre Kicker haben heute morgen
noch nach Überresten der mauer im Tor gesucht. |
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